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MINT Akademie 2018

Roboter, Röntgenblitz & Co.

Für die Besten – eine Woche Forschen statt Schule bei der MINT Akademie am Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land

Vom 9. - 13. Juli 2018 fand am Schülerforschungszentrum in Berchtesgaden die zweite MINT Akademie statt. Diese bot Schülern die Gelegenheit eine Woche lang wissenschaftlich zu arbeiten und ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Erstmalig übernachteten die Schüler dabei gemeinsam im CVJM Aktivzentrum am Hintersee. Die anfallenden Kosten hierfür wurden vom Förderverein des Schülerforschungszentrums dankenswerter Weise übernommen. Die gemeinsam verbrachte Freizeit führte zu einer produktiven Vernetzung und zahlreichen neuen Projektideen der Schüler.

Insgesamt nutzten 43 ausgewählte Schüler aus dem Landkreis Berchtesgadener Land, Traunstein und Burghausen dieses Angebot. Sie widmeten sich mit wissenschaftlicher Neugier und Begeisterung den anspruchsvollen Fragestellungen aus dem MINT Bereich und wurden dabei von Experten der jeweiligen Disziplinen betreut.

Zur Auswahl standen sieben Themen aus Mathematik, Informatik, Physik, Biologie, Chemie und empirischer Sozialforschung.

Die AG Mathematik beschäftigte sich mit Fraktalen, welche bei der Beschreibung von natürlichen Strukturen wie Pflanzen, Wetterphänomenen oder schwankenden Aktienkursen Verwendung finden.

„Wie bringe ich meinem Computer das Lernen bei?“ – dieser Frage ging die AG Informatik nach und programmierte schlußendlich ein eigenens neuronales Netz.

Magnetische Eisenoxid-, leuchtende Kohlenstoff- und goldene Nanoteilchen, wie sie Gegenstand aktuellster Forschung sind, stellte die AG Chemie her und untersuchte deren Eigenschaften hinsichtliche medizinischer und umwelttechnischer Anwendbarkeit.

Einen Gesundheitscheck an Honigbienen auf Basis einer DNA Analyse führte die AG Biologie I durch.

Die AG Biologie II führte Feinstaubmessungen in Berchtesgaden durch, analysierte diese und verglich die Ergebnisse mit internationalen Echtzeit-Messdaten.

In einem psychologischen Experiment wurden von der AG empirische Sozialforschung unterschiedliche Messverfahren getestet um menschliche Angst- bzw. Stresszustände im Zusammenhang mit der Wirkung von Robotern auf uns Menschen zu erforschen.

Die AG Physik ließ Bananen leuchten und erzeugte schlußendlich sogar einen Röntgenblitz aus Tesafilm in einem selbst gebauten Röntgengenerator.

Im Rahmen der Abschlußveranstaltung im AlpenCongress Berchtesgaden präsentierten die Teilnehmer die Ergebnisse der Arbeitsgruppen professionell in Vorträgen und auf Postern einem ausgewählten Publikum.

Landrat Georg Grabner war von der Arbeit und den Präsentationen begeistert und bezeichnete das Schülerforschungszentrum als „Leuchtturmprojekt“.

Motivierende Worte wurden auch von Bürgermeister Franz Rasp an die Teilnehmer gerichtet.

Univ. Prof. Dr. Peter Hubwieser, der wissenschaftliche Leiter des Schülerforschungszentrums, von der TU München, wies in seiner Rede darauf hin, dass sich die MINT Akademie an talentierte Schüler mit besonders hohem Interesse und Motivation richtet. Die Aufgaben wurden bewusst anspruchsvoll gewählt und erforderten zur Lösung Teamfähigkeit und Durchhaltevermögen. Ziel der Akademie sei es, Ausbildungsentscheidungen in Richtung Forschung und Entwicklung zu beeinflussen sowie MINT-Talente zu vernetzen.

Zum Schluß der Veranstaltung zeigte sich Dr. Stefan Lebernegg, der Leiter der MINT Akademie, von der Qualität der diesjährigen Arbeiten begeistert und war stolz auf „seine“ Teilnehmer. Für das nächste Jahr stellte er eine Erweiterung der Akademie um 15 Teilnehmer aus dem Salzburger Teil der EuRegio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein in Aussicht.

zum Artikel im Reichenhaller Tagblatt, am 19. Juli 2018

zum Artikel im Berchtesgadener Anzeiger, am 24. Juli 2018

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