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Simon Metzendorf beim Bundesfinale Jugend forscht

Beim Bundesfinale, v.l.: Simon Metzendorf mit seinen Projektbetreuern Jürgen Gasteiger und Martin Hofreiter

Empfang in der Staatskanzlei, v.l.: Dr. Tobias Nickel, Simon Metzendorf, Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier persönlich begrüßte Deutschlands beste Jungforscher vom 16. bis 19. Mai 2019 zum Bundeswettbewerb Jugend forscht in Chemnitz. Mit dabei Simon Metzendorf vom Gymnasium Berchtesgaden, der sein Projekt einer „Murmel-Musik-Maschine“ am Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land verwirklichte.

Jugend forscht ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Ziel ist, Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, Talente zu finden und zu fördern. Teilnehmen können Jugendliche ab der 4. Klasse bis zum Alter von 21 Jahren. Wer mitmachen will, sucht sich selbst eine interessante Fragestellung für sein Forschungsprojekt.

In diesem Jahr reichten 12150 Schüler 6617 Projekte ein. Die besten 111 davon wurden nach einem mehrstufigen Auswahlerfahren für vier Tage nach Chemnitz zu einem hochwertigen und anspruchsvollem Programm mit Jurygesprächen, Abendprogrammen und Firmenkontakten eingeladen.

Begonnen hat Simon Metzendorf die Murmel-Musik-Maschine zusammen mit Mitschüler Moritz Schellmoser bereits im Herbst 2016 im Rahmen von „Lord of the MINT“, einem schulinternen Wettbewerb des Gymnasiums Berchtesgaden, bei dem über das ganze Schuljahr hinweg ein selbstgewähltes Projekt zu einem mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Thema verwirklicht wird. Die beiden Schüler konstruierten und bauten eine elektro-mechanische Maschine, bei der Metallmurmeln microcontrollergesteuert auf ein Xylophon fallen und programmierte Melodien spielen. Von September 2017 bis Oktober 2018 tüftelten Simon und Moritz im P-Seminar „MINTbegeistert!“ des Gymnasiums weiter, etwa am Rücktransport der Murmeln oder an der Optimierung der verbauten Elektromagneten.

Nach Abschluss des P-Seminars beschäftigte sich Simon weiterhin mit dem Projekt und fertigte, jetzt im „Ein-Mann-Team“, weitere CAD-gezeichnete Komponenten mit dem Lasercutter und dem 3D-Drucker am Schülerforschungszentrum, entwickelte Melodieeingaben mittels einer Klaviatur sowie über ein Lochstreifenlesegerät und reichte seine Teilnahme am Wettbewerb ein.

Im Februar 2019 errang er den Sieg beim Regionalwettbewerb in Rosenheim. Damit durfte er im April zum bayerischen Landeswettbewerb nach Vilsbiburg fahren. Auch hier erhielt er den 1. Preis im Fachgebiet Technik. Dies bedeutete eine Einladung in die bayerische Staatskanzlei zu einem Empfang bei Staatsminister Dr. Florian Herrmann sowie die Qualifikation zum Bundesfinale in Chemnitz. Unter den hochkarätigen Projekten fiel die Entscheidung schwer.

Auch wenn die Murmel-Musik-Maschine dort nicht mehr siegte, freuten sich Simon Metzendorf und seine beiden Projektbetreuer Jürgen Gasteiger vom Schülerforschungszentrum und Martin Hofreiter vom Gymnasium Berchtesgaden sehr über den Erfolg und die vielen neuen Kontakte und Erfahrungen.

 

 

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