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Anhelina Riabets und Johanna Kastner
Wir bauen ein Modell, das so realistisch wie möglich ein Erdbeben darstellt und dabei testen wir mit verschiedenen Hausmodellen sichere Bauweisen. Inzwischen haben wir schon zwei Modelle gebaut. Zusätzlich beschäftigen wir uns aktuell mit der Umsetzung und Darstellung der einzelnen Wellenarten. Wir erhoffen uns dadurch noch besser vermitteln zu können, was bei einem Erdbeben passiert. Die Messung übernimmt eine App auf unserem Handy, die uns Daten der Schwingungen liefert. So haben wir das letzte Jahr hinweg getestet, wie wir das Projekt am besten umsetzen und haben dabei im Rahmen von Lord of the MINT und weit darüber hinaus zahlreiche Fotos und Videos aufgenommen, die den Prozess festhalten.
Kilian Kienast
Stellen Sie sich vor, Sie schauen einen Film in einer Fremdsprache. Ständig eingeblendete Untertitel lenken ab, aber ohne Untertitel verstehen Sie wichtige Details nicht. Die "Intelligenten Untertitel" bieten hierfür eine Lösung: Ein System, das Untertitel nur dann einblendet, wenn sie für das Verständnis tatsächlich erforderlich sind. Dazu wird sowohl die Tonspur des Films analysiert als auch die Komplexität des Textes. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz lernt das System, die Verständlichkeit für den Zuschauer einzuschätzen und die Untertitel entsprechend dynamisch anzupassen. Das Resultat ist ein deutlich verbessertes Filmerlebnis: Weniger visuelle Ablenkung bei maximalem Verständnis.
Lisa Schreyer
Feinste Plastikpartikel sind inzwischen fast überall in der Umwelt zu finden. Lisa Schreyer nahm sich die Ufersedimente von zwei bayerischen Seen vor und entwickelte ein einfaches Verfahren zum Nachweis der Kunststoffe. Ihre Proben, die sie an jeweils vier Stellen der Seen entnahm, behandelte sie im Labor mit dem fluoreszierenden Farbstoff Nilrot. Da dieser sich speziell an die Polymere bindet, lassen sich die gesuchten Mikropartikel anschließend aufgrund der Wellenlänge des zurückgestrahlten Lichtes per Mikroskop leicht identifizieren. Den höchsten Partikelwert wies die Jungforscherin in der Nähe eines Seebades nach – ein Indiz dafür, dass dort besonders viel Plastikmüll in die Umwelt eingetragen wird, der dann im Laufe der Jahre in kleinste Teile zerfällt und sich im Sediment ablagert.
Mit ihrem Projekt „Mikroplastik in Alpenseen – Detektion mittels Nilrotfärbung“ erreichte die Schülerin des CJD-Gymnasiums im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften den ersten Preis und darf somit als eine der elf Landessieger am Bundeswettbewerb teilnehmen. In den vier Wochen zwischen den beiden Wettbewerben ließ Lisa nicht locker und entwickelte ihr Projekt weiter. Der Clou: Sie fand Farbstoffe, mit deren Hilfe sie Rückschlüsse auf die Beschaffenheit des von ihr detektierten Mikroplastiks ziehen konnte. Diese Befunde können verwendet werden, um die Quelle des Mikroplastiks besser zuordnen zu können. Als Sonderpreis erhielt Lisa ein Forschungspraktikum am Helmholtz-Zentrum in Leipzig.
Tobias Beyhl
Unser damaliger Bundesfreiwilligendienstleistender erreichte in der Kategorie Chemie mit seinem Projekt „Unterschiede von Polymeren in Abhängigkeit ihrer Monomere“ einen dritten Platz. Zusätzlich wurde Tobias der Sonderpreis Kunststoffforschung der Hermann Gutmann Stiftung zugesprochen.
Simon Metzendorf
Glockenspiele, Drehorgeln und Spieldosen – mechanische Musikinstrumente haben die Menschen stets fasziniert. Auch Simon Metzendorf findet sie spannend. Daher konstruierte er selbst einen solchen Musikautomaten. Diese aus Holz gefertigte Maschine funktioniert höchst raffiniert: Eine Art Förderband transportiert kleine Murmeln wie auf einer Rolltreppe aufwärts. Oben angelangt sortiert ein ausgefeilter Mechanismus die kleinen Kugeln und verteilt sie auf diverse abgetrennte Bahnen. Über sie rollen und fallen die Murmeln dann auf die Metallplättchen eines Xylophons. Beim Auftreffen erzeugen die Kugeln eine mehrstimmige Melodie. Anschließend sammeln sie sich in einer Art Auffangbecken, über das sie wieder zum Förderband gelangen – und das wohlklingende Spiel beginnt von vorne.